Tracking ist für uns kein Tool-Thema. Und auch nicht die Antwort auf die Frage „Wie viele Zahlen schaffen wir?“. Es geht darum zu verstehen, was auf einer Website tatsächlich passiert. Dabei interessiert uns auch, was du eigentlich wissen willst.
Wie werden deine Inhalte genutzt? Wo bleiben die Menschen hängen? Im positiven und im negativen Sinne. Wo brechen die Leute ab? Wo verlassen sie deine Website wieder? Wo können Entscheidungen besser werden?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, gibt es viele Wege. Eine Heatmap ist nett. Ein User Flow auch. Aber nur dann, wenn klar ist, warum wir ihn ansehen. Zuerst wollen wir also verstehen, wohin es gehen soll. Erst dann entscheiden wir, wie wir dort hin gelangen.
Denn was bringt eine bunte Klickkarte, wenn niemand weiß, welche Frage sie beantworten soll?
Wo hilft ein Flow-Diagramm, wenn es keinen Prozess gibt, der optimiert werden soll? Diese Fragen klären wir also zuerst. Und manchmal ist die ehrlichste Antwort: Das wollen wir gar nicht messen.
Was Tracking leisten soll
Tracking soll Orientierung schaffen. Uns interessieren zielgerichtete Werte und Klickzahlen, die einen Kontext liefern und aus denen sich Maßnahmen ableiten können. Es soll dich nicht beeindrucken und dient unseren SEO-Expert:innen nicht als Beschäftigungstherapie. Du soll sollst dich auskennen und auf deiner Website verstehen:
- Welche Inhalte werden wirklich genutzt – nicht nur geöffnet?
- Wo finden sich Nutzer:innen gut zurecht?
- Wo verlieren sie die Orientierung?
- Welche Wege führen zu einer klaren Handlung?
- Welche Maßnahmen erzeugen Wirkung – und welche nur Aktivität?
Nicht alles Messbare ist relevant
Tracking beginnt bei uns nicht mit der Frage „Was ist technisch möglich?“, sondern mit „Welche Erkenntnis brauchen wir?“. Gemessen werden typischerweise:
- Verschiedene Schritte, die zu einer Conversion führen
- Interaktionen, die für Inhalte wirklich relevant sind (z.B. Nutzung zentraler Elemente)
- Abbrüche in klar definierten Prozessen (Formulare, Bewerbungen, Checkout-ähnliche Abläufe)
- Orientierungspunkte wie interne Suche oder wiederkehrende Navigationspfade
Wir messen nicht einfach alle Metriken, nur weil es technisch möglich ist. Klicks ohne Zielbezug sammeln langfristig nur unübersichtliche Zahlenfriedhöfe an, sozusagen Daten „auf Vorrat“. Um hier aussagekräftig zu bleiben, fokussieren wir uns lieber auf wenige Messpunkte mit Aussagekraft. Mehr ist eben nicht immer besser.
Unsere Tools: Google Analytics und Matomo
Wir verwenden in unseren Projekten primär Google Analytics und Matomo. Beide Services können im Kern dasselbe: Seitenaufrufe, Interaktionen, Conversions, Nutzerverhalten und mehr tracken. Der Unterschied liegt nicht in der Fähigkeit zu messen, sondern im Kontext und deinem Anspruch als Kund:in.
Google Analytics (GA4) setzen wir dort ein, wo Marketingkanäle, Kampagnen und Conversion-Zusammenhänge bewertet werden sollen. Besonders im Zusammenspiel mit Google Ads, um eine tiefe Integration in die gesamte Google-Welt zu ermöglichen. GA4 kann besonders hilfreich bei folgenden Fragen sein:
- Über welche Kanäle kommen Nutzer:innen?
- Welche Kampagnen führen zu echten Ergebnissen?
- Welche Interaktionen enden in klar definierten Zielhandlungen?
Matomo nutzen wir dann, wenn Datenschutz und Datenkontrolle ein besonders sensibles Thema ist. Denn auch bei DSGVO-konformer Integration von Google Analytics kann es Bedenken gegenüber dem US-Anbieter geben. Davon abgesehen eignet sich Matomo hervorragend dafür, Navigationspfade gut zu analysieren, die Inhaltsnutzung zu bewerten und über längere Zeit Nutzungsmuster zu beobachten.
Warum sind Conversions wichtig?
Eine Conversion ist eine klar definierte Zielhandlung, die für den Zweck deiner Website relevant ist. Das kann ein abgeschicktes Formular sein, eine abgegebene Bewerbung, eine Kontaktaufnahme oder ein Download. Wichtig ist: nicht jede Interaktion ist automatisch eine Conversion. Und nicht jede Conversion ist sinnvoll.
Gerade bei Google Ads ist eine saubere Conversion-Definition entscheidend. Denn nur damit lassen sich Kampagnen realistisch bewerten und optimieren. Für eine sinnvolle Verbindung von Conversions braucht es: einerseits die Verknüpfung zwischen Ads und Analytics, konsistente Zieldefinitionen und gezielt definierte Conversions.
Wenn du auf deiner Website hinter jeder einzelnen Handlung eine Conversion hinterlegt hast, ist nichts eine. Klingt poetisch. Ist aber genau so gemeint, wie es da steht.
Und was ist mit den Custom Events?
So genannte Custom Events können zusätzlich zu Conversions aufgesetzt werden. Sie stellen fest, ob sich ein bestimmter Zustand auf der Website geändert hat und werden je nach Tracking-Tool mit dem Google Tag Manager oder Matomo Tag Manager aufgebaut. Auch hier gilt: zu viele Custom Events verderben den Zahlenbrei. Oder so.
Events werden also immer klar benannt, langfristig verständlich strukturiert, technisch sauber getriggert und – ganz wichtig! – dokumentiert. Dokumentation zieht sich bei allen Punkten durch, ist aber gerade bei nicht standardisierten Mechanismen wie den Custom Events wesentlich. Ziel ist, dass das Tracking auch in einem oder fünf Jahren noch nachvollziehbar ist – gerade dann, wenn vielleicht einmal neue Personen aus deinem Team damit arbeiten.
Wie wir Zahlen verständlich machen
Google Analytics zeigt Website-Daten. Google Ads zeigt Kampagnen-Daten. Matomo zeigt Nutzungsperspektiven. Aber wer will schon 10 verschiedene Tools öffnen, um ein Gesamtbild zu bekommen? Sofern man bei so vielen Browserfenstern überhaupt einen Durchblick behält.
Wir bieten laufende Analysen zwar gerne an, machen das also natürlich gerne. Doch langfristig willst – und solltest – du auch selbst den Überblick behalten können und alles gebündelt an einem Ort sehen. Dafür nutzen wir zum Beispiel das Looker Studio. Dort führen wir verschiedenste Datenquellen zusammen, zeigen Zusammenhänge statt Einzelwerte, machen Entwicklungen über Zeit sichtbar und schaffen einen klaren Überblick für Teams.
Solche Dashboards sind zwar kein Ersatz für die Analyse, doch sie können eine tolle Grundlage für Entscheidungen darstellen. So wird für dich rascher erkennbar, ob dein Angebot schlecht performt oder einfach eine Produkt-Landingpage überarbeitet werden sollte.
Tracking langfristig gedacht
Einmal aufgebaut, ist die Arbeit noch lang nicht zu Ende. Es heißt aber auch nicht, dass Tracking-Setups ständig verändert werden müssen, nur weil ein Tool ein Update hatte oder irgendwo ein neuer Trend aufpoppt. Wenn sich bei jeder kleinen Anpassung die Zahlen plötzlich nicht mehr vergleichen lassen, bringt dir das langfristig nichts.
Wir setzen Tracking so auf, dass es über Jahre nachvollziehbar bleibt. Mit klarer Logik, sauberer Dokumentation und einem Setup, das man auch noch versteht, wenn die Person, die es eingerichtet hat, längst im Urlaub oder nicht mehr im Unternehmen ist. Denn früher oder später kann und wird mindestens einer der Fälle eintreten. Und nichts ist schlimmer als ein Setup, das nach einem Jahr niemand mehr versteht.
Gent und verlässlich sein (Trust) und echte Erfahrung widerspiegeln (Experience).
Die DSGVO ist nicht optional
Tracking denken wir immer im DSGVO-Kontext. 2018 ist zwar schon echt lang her (kaum zu glauben!) doch wenn man ehrlich ist, berücksichtigen und erfüllen viele Websites und Online-Angebote richtigen Datenschutz noch immer nicht. Für uns sind Consent, Datenminimierung und Löschfristen by default berücksichtig. Wie wir das konkret umsetzen, erklären wir hier im Detail.
Willst du NOCH mehr wissen?
Dann haben wir es wohl geschafft! Du willst wissen, was auf deiner Website wirklich passiert und nicht nur, wie viele Klicks es gab?
Dann lass uns dein Tracking-Setup anschauen.
Audit, Optimierung oder Neuaufbau – wir machen das strukturiert, sauber und nachvollziehbar.
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