Willst du Hunderttausende Euro in eine perfekt programmierte und wunderschön designte Web-App stecken, um dann herauszufinden, dass sie bei deinen Kund:innen einfach nicht ankommt? Dann darfst du diese Seite jetzt schließen.
Okay, offenbar gehörst du zu den Menschen, denen wichtig ist, dass ihr Auftritt sich tatsächlich an ihre Zielgruppe richtet. Wir präsentieren: UX-Testing. Warum es wichtig ist und wie wir dabei vorgehen.
Falls dich auch interessiert, wie wir UX-Design sehen und was der Unterschied zwischen UX und UI ist, kannst du das hier nachlesen.
Wofür braucht man UX-Testing?
Durch UX-Testing wird man auf Fehler in Prozessen aufmerksam, die oft nur außenstehende Personen erkennen. Man kann sowohl bestehende Lösungen testen als auch neue Konzepte. Ziel von UX-Testing ist, Usability-Probleme zu finden, die Wirkung auf die potenziellen Nutzer:innen zu verstehen und Lösungen dafür zu finden. Am Ende stehen klare Empfehlungen, die im UX-Prozess integriert werden können und die das Endprodukt besser machen.
Warum tut UX-Testing weh?
Es ist einfach, die eigenen Prozesse bei einem UX-Testing überprüfen zu lassen. Es erfordert aber klares Commitment, die Ergebnisse auch umzusetzen. Genau das kann schmerzhaft sein: Wenn man teils jahrelang gewachsene Prozesse, mit denen man vertraut ist, ändert – auch, wenn sie dadurch effizienter werden. Wir begleiten und gestalten diese Änderungen gerne. Doch auch wir sind nur so gut, wie es ein konsequentes Management ermöglicht.
Wie läuft ein UX-Testing ab?
UX-Testing ist qualitatives Testing. Wir überprüfen Prozesse daher meist mit ca. 10 bis 15 Testpersonen – je nach Budget und Komplexität der Lösungen. Mehr oder weniger Testpersonen sind möglich, liefern aber häufig keine besseren Ergebnisse.
- Testleitfaden schreiben: Der Testleitfaden wird passend zur Software erstellt und besteht aus folgenden Punkten:
Demografische Fragen
Allgemeine Fragen zur Thematik und ggf. zur Konkurrenz: ob Software der Konkurrenz bereits genutzt wurde, was positiv/negativ dabei aufgefallen ist.
Aufgaben, die zu den verschiedenen Use Cases passen, z. B. bei einem Interior-Shop: „Suche nach einem roten Teppich unter 50 Euro und lege ihn in den Warenkorb.“ Aufgaben können natürlich nur gestellt werden, wenn es bereits etwas gibt, das man bedienen kann. Dafür ist zumindest ein Prototyp notwendig. Wenn das nicht der Fall ist, wird die Aufgabenstellung an vorhandene Inhalte angepasst. Bei Screendesigns kann man z. B. fragen: „Wie würden Sie vorgehen, wenn sie sich auf dieser Seite befinden und einen roten Teppich unter 50 Euro kaufen wollen?“
Abschließende Fragen zum Eindruck der Software, z. B. wie verständlich, einfach/schwierig zu bedienen oder wie modern wurden die zu testenden Umgebungen empfunden. - Testpersonen finden: Je nach Zielgruppe versuchen wir, ein möglichst breites Spektrum an Testpersonen aufzustellen. Wichtig ist, dass es sich um neutrale Personen handelt, die die Software im Idealfall noch nie gesehen haben. So kann die intuitive Nutzung beobachtet werden.
- Durchführung: Diese erfolgt meistens remote, sie kann aber auch in Person ablaufen. Die Testperson teilt den Bildschirm, man beobachtet sie beim Lösen der Aufgaben. So wird deutlich, wo User:innen intuitiv klicken, um etwas Bestimmtes zu erreichen und ob verstanden wird, was wann zu tun ist. Die Testpersonen sollen dabei jeden Gedanken laut aussprechen, um möglichst viel Nachvollziehbarkeit zu erzeugen.
Je nach Komplexität der Aufgabenstellung werden zwischen 30 Minuten und 2 Stunden pro Testperson benötigt. - Auswertung: Sind alle Tests abgeschlossen, werden die Ergebnisse gesammelt ausgewertet. Wir wollen wissen: Welche Erkenntnisse können genutzt werden, um die Software zu optimieren? Dabei können Ideen aus den einzelnen Schritten des Testings, aus den gelösten Aufgaben, den beantworteten Fragen und aus sonstigen Anmerkungen generiert werden.
Die Auswertung kann je nach Komplexität der Aufgabenstellung und Umfang der Antworten zwischen 30 Minuten und 2 Stunden pro Testperson dauern.
Projekte mit UX-Testing


